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Financial Times Deutschland
November 1, 2005
Psyched to See You
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Mit leisem Schnalzen klappt Craig Rob-bins sein klobiges Handy zu und halt kurz den Aiem an. Dann grinst er breit, und seine Augen leuchten wie die eines Kindes, das im elterlichen Kleiderschrank Weihnachtsgeschenke ersp?ht hat. Wahrend seine Chauffeurin - Clint Eastwood als Frau w?re nicht weniger breitschultrig - die Limousine Richtung Downtown steuert, hat sich ihr Boss gerade per Telefon ein Kunstwerk f?r 40000 Dollar zugelegt. Ein Neuzugang seiner Sammlung zeitgen?ssischer Malerei. Fotografien und Installationen, deren Umfang der bullige Mittvierziger mit "ein paar Hundert" angibt. Die Entscheidung hat Robbins nach einer Laufeinheit mit seinem Personal Trainer gef?llt, im verschwitzten Jogginganzug und zwischen zwei Ampeln auf dem Biscayne Boulevard. Der Selfmade-Million?r geh?rt zu der spendablen Sammlergenieinde an Floridas Ostk?ste, deren Adresse sich die Galerien von K?ln bis Warsdmu ganz vorn in ihr Filolax notiert haben.
Erst recht, seit ein unkonventioneller Sprosslingder ehrw?rdigen Art Basel seine Winterferien zwischen pastellget?nchten Art-deco-Bauten und palmengesaumten Promenaden verbringt: die An Basel Miami Beach, kurz. ABMB. "99 Prozent der Teilnehmer von 2004 haben sich erneut um einen Stand beworben", verk?ndet Samuel Keller. Organisator beider Veranstaltungen, stolz. Dabei ist es ein gewagter Remix, den Miami der Art Basel zumutet. Die Stadt, ge?bt im Ausrichten globaler Ereignisse wie der MTV Video Music Awards. verschmilzt im ewigen Sommer bei konstanten 24,5 Grad den oll d?nkelhaften, introvertierten Kunst-l>etrieb europ?ischer Pr?gung mit der erfrischenden Oberfl?chlichkeit von Mode, Entertainment und ku banischet Lebensfreude. f?reinelohnende Melange aus Ausgelassenheit und Gesch?ft sorgt die Tatsache, dass eine Hand voll ?uBerst vermogender M?zene im 20 Kilometer-Radius um die Messehallen A und D einen Wohnsitz unterhalten. Ihre Kaufkraft entspricht in etwa der von ganz Deutschland. Zumal ohnehin von maximal 300 Privatiers weltweil die Rede ist, die Sammlungen zeitgen?ssischer Werke von herausragendem Umfang und Niveau ihr Eigen nennen.
Die kernige Chauffeurin bremst gef?hlvoll und bringt die Limousine vor den bonbonfarbenen Messehallen des Convention Center zum Stehen. Ciaig Robbins' Handy summt im (Gurtelhalfter vor sich hin. Leiderbliebe ihm keine Zeit mehr f?r eine F?hrung durch die Ausstellung, bedauert der Unternehmer, als ihn seine Fahrerin mit einem langen Blick durch ihre Pi-lotenbrille zur Eile mahnt. Der Freund von Samuel Keller und Forderer der ABMB hat einen Termin in seinem Privaihaus auf der Prominenten-Halbinsel Sunset Island. Selbstverst?ndlich habe er sich auch privat sehr kunstvoll eingerichtet. Werke von Joseph Beuys, John Baldessari und Marlene Dumas, eine Skulptur von Popk?nstler Kenny Scharf am Swun-ming[xxil, aber in ein paar Wochen k?nne dort schon etwas anderes stehen. Robbins r?umt sein heimisches Art Department des ?fteren um. Vom Fahrersitz kommt ein R?uspern. "See you", ruft er herzlich und klemmt sich das Telefon zwischen Schulter und Ohr. Der Wagen braust davon.
M?gen ganze Gemeinden Miamis die Kunst feiern, die Hostess am Eingang zu Halle Azuckt bei der Frage nach der ABMB die Achseln. Dass nebenan eine Leistungsschau amerikanischer Lebensmittel-erzeuger und Gelr?nkehersteller stattrindet, wei? sie daf?r auf Anhieb. Der Kunstmesse geht eben jeder Mitnahmeeffkt, sprich Probierh?ppchen und (Gratissoda. ab... Im Innern dann ein Labyrinth aus Pr?sentationsfl?chen. Bereits linde November treffen 195 Galerien aus allen Winkeln des Globus ein, 49 Prozent aus Europa, 41 Prozent aus den USA, im Sperrgut Werke von ?ber 2000 K?nstlerinnen und K?nstlern. Zwei Tage sollte ein Besucher f?r diesen Frontalangriff auf die Sinne mindestens einplanen. Am Abend wankt der harte Kern dann mit ?berreizten Synapsen zur Happy Hour der "Art Positions", eines putzigen Containerdorfs direkt am Strand. In den Parzellen pr?sentieren weniger finanzstarke Galerien ihr Portfolio, Der ideale Ort f?r Miamis ber?chtigte Partynachte, die gegen 23 Uhr in offiziellen Art-Basel-Hangouts wie dem Delano Hotel und The Shore Club starten und Kunstdealer. Kreative und Groupies zu unerwarteter H?chstform auflaufen lassen. Nach einigen Wodka-Cranberry-Cock-tails kapituliert der letzte Messemief vor la vida loca - und fiebrige Salsa-Rhythmen entlocken selbst gehemmten Naturen verstohlene Latino-Moves. Steht Washington D. C. f?r Macht und Boston f?r Hirn, ist Miami das Synonym f?r Sex. Begehrtestes Acces-soire: die eigene VI P-Cabana am Pool der Locations.
In dem ?berquellenden Event-Kalender finden sich auch Partys, f?r die NUMP, das K?rzel f?r "Nu ugly men, please", ein passendes Motto w?re. Vor den Eing?ngen wacht h?nenhaftes Sicherheitspersonal. PR-Assistentinnen mit riesigen Headsets wedeln hektisch mit G?ste-listen. Blulf-Versuche wie ..Ich geh?re zu ..." laufen hier ins Leere. Wer Bekannte an den richtigen Stellen oder einen VIP-Pass hat. labt sich beim Cuba Libre an spannenden Pr?sentationen und darf mikroskopisch kleine Hors d'neuvres einatmen. Ein Highlight ist die "Art Love Design" - Fete, zu der Craig Robbins am 3. Dezember l?dt. Linie bunte Schal zieht dann durch den Design District und fallt in Galerien und Einrichtungsh?user ein, um beispielsweise in einem kargen, d?steren Loft Swarovski-Liister von Tom Dixon zu bestaunen, Manche Besucherin ist dank chirurgischer Pr?zision und gewagter Gardero-be selbst ein Kunstwerk. Doch Vorsicht vor Vorurteilen: Nicht jedegetunte Oberlippe bedeutet, dass ihre stolze Besitzerin die Fotok?nstlerin Cindy Sherman f?r ein "Baywatch"-Starlel halt.
Die Wichtigsten der Wichtigen werden vom Infrastruktur-Sponsor Netjets eingeflogen und in BMW-Limousinen vom Champagner-Bruuch zum Yacht Lunch. Cocktailempfang oder zu ausschweifenden Diners in einer der abgeschirmten Inselvillen kut schiert. Wer es mangels Kontakten in keinen G?ste-fl?gel mehr geschafft hat, kann getrost auf Miamis Luxushotellerie vertrauen, ohne auf Kunst zu verzichten. Das Four Seasons beispielsweise ?berlie? seiner Kuratorin 3.3 Millionen Dollar, damit sie eine Kunstsammlung mit lokalpatriotischem Einschlag anlegen konnte. Nun be?ugen drei ?ppige Bronze-figuren von Starbildhauer Fernando Bolero in der Lobby die Gaste von ihren Sockeln aas, Im Setai, einem mit chinesischem Art deco dekorierten Neuling am Strand, geht es so entspannt zu wie in einem Zen-Garten - obwohl Lenny Kravitz' im Penthouse sein Aufnahmestudio hat. Das Vibe'-Management-team des Hotel Victor wiederum gibt Insidertipps f?r kulinarische Entdeckungen und vollendetes Clubbing, auf Wunsch stimmt man die Beduftung und Klangwelt des Hotels auf die Vorlieben der G?ste ab. F?r allein reisende Mazeninnen bietet das Sanctuary den besten Service: Jogging-Begleitung am Strand und Eincremen vorm Sonnenbad durch attraktive Poolboys. Kunst kann so angenehm sein!
Am Nachmittag sitzt Craig Uobbins in T-Shirt und Jeans im Konferenzaum seines linmobiliemmtcr-nehmens Dacra. Der Name, abgeleitet von der Zauberformel Abracadabra. passt gut zu einer Stadt, die auch "Magic City" genannt wird und seit mehr als 100 Jahren uberlgt. was sie einmal sein m?chte, wenn sie gro? ist. Mit seinem spitzb?bischen Grinsen und der gewinnenden Art verk?rpert der Senkrechtstarter das besondere Flair und den Charme der Art Basel Miami Beach. Gleichzeitig ist seine Vita timillionar Dennis Scholl als Konzept seiner renommierten Sammlung von Fotografien und Vidco-installationen umrei?t: ,,la, ich habe ein Bild in meinenm Wolinzkanier. auf dem Vito Acconci rnas-turbiert. Na uad? Wenn ich Kunst kaufe, will ich mich unwohl f?hlen, Risiken eingehen." Auch eine Freundin Schools riskierte einen hohen Einsatz, als sie eine Skulptur erwarb und im Gallen platzierte. Ein Gast lobte das Werk als die dekorativste Wasch-b?reufalle. die er je gesehen habe. und bat um die Adresse des Baumarktes.
Als Kind lernte Robhins einige Zeit bei einem Kunstler Zeichnen und Malen, mit 19 studierte er an der Universitat von Barcelona und lebte einige Monate in Madrid. "Ich verbrachte jede freie Minute im Prado-Museum und eignete mir die Grund-zuge der Kunstgeschichte die an, indem ich stunden lang vor Picassos, Dalis und Miros herumstand". schwarmt er. Damls kaufte er seinen ersten Goya.
Heute gibt er selbst Werke in Auftrag. F?r sein aktuelles Projekt "Aqua" auf Allison Island, eine halbe Autostunde n?rdlich von Miami Beach, gruppierten zehn Architekten -16 Villen mit Bootssteg und drei zehnst?ckige Apart menthauser ZU einer einladeu-
Immobilien beiseite, Mr Robbins: Worin unterscheiden sich die Basier Zwillinge? "Ich denke, die ABMB deckt den amerikanischen. vor allem lateinamerikanischen Kunstmarkt des 20. und 21. Jahr hunderts besser ab als die Art Basel. Au?erdem ist es uns gelungen, dass ganz Miami wahrend der Messelage die Kunst feiert." Die lockere Art f?rbt in seinen Augen mittlerweile sogar auf das Schweizer Original ab: "Mein Sammlungen werden zug?nglich und die Party! besser", sagt Robbins und lacht. Vor der offenen Tur ist eine Meiischentraube stehen geblieben, die Amelie von Wulffens Kollage "Ohne Titel 2002" begutachtet. Ein gl?sernes Bauwerk verschwindet im Nirgendwo eines endlosen grunen Nebels.
Momentan spurt Robbins eine au?ergew?hnlich starke kreative Energie von Deutschland ausgehen, eine Kraft, wie sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts Paris beflugelte. Diese ?berzeugung hat ihn zu einem der wichtigsten Forderer junget deutscher Kunst in den USA weiden lassen. Und wen Miamis M?zene zu ihrem Darling k?ren, uber dem geht die Sonne auf. Mancher Sammler hat noch nicht einmal vier Jahre gebraucht, um 2000 Werke von Blue Chips wie den deutschen Fotografen Andreas Cursky und
Thomas Ruff zusammenzutragen. Wer sich nach Nro Rauch vei zehrt, muss mindestens bis 2008 war-teil. Bis dahin ist der K?nstler ausverkauft.
Mit dem richtigen Partfolio, das durfte die Berliner C'.alerie l?gen ? Art 2004 am eigenen Stand erfahren, ist esdurthaus m?glich, eine Traum|>erfor-maiice hiu/ulegen. F?nf Gem?lde von Martin Edei hatte man luuh Mi.um Brach verschifft. Sie wurden f?r je i(y 000 Euro verkauft - innerhalb von IS Minuten. In der begehrten Vorl>egehiing zur Messe am 30, November werden in diesem Jahr selten ausgestellte Werke Robert RauschenlxTgs ebenso die Blicke auf sich ziehen wie das Skulptuieiiparchen von Tiiriier-I'reis-Geiviniiei1 Chris Ofili aus Grofs-biiiannien. Und unter den herrlich kitschigen l (KKtrats des Afroamerikaners Kehinde Wile>' sind einige jetzt schon reserviert. Angemeldet ii.ilwi. sich die Portr?tierten, darunter Rap-Impn*ss,trio IceT.
Auch 2(K)6, d.Ls scheint so gut wie sicher, wird die Metropole am Atlantik eine knappe Woche lang unterf.lvinierendoii "Art|uakcs" erzittern. Und auf den Feedback-Zetteln der Aussteller wird wohl wieder zu lesen sein, W3S Nicole I lackert von der Bei h ner Galer ic Coiiieinpor.uy l;me Arts als besonderen Reiz, der ABMBausm.uht: ..Im intensiver Kontakt. Mir allem 711 neuen Kunden aus Liteiiiamerika. eine hohe Qualit?t der gesamten Veranstaltung - und das augesprochen sch?ne Wetter. Im Dezember"
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Financial Times Deutschland
By PATRICIA BROHM April 15, 2005
Miami Meister
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Der Mann mit den schwarzen Cargo-Pants und den kurzrasierten Stoppelhaaren starrt auf einen Totensch?del aus Zement, der auf einem zusammengebrochenen wei?en Plastikstuhl liegt. "I am psyched", sagt er. Dann geht er weiter, von einem Kunstwerk zum anderen. Vor einer Videoinstallation bleibt er stehen. "Very cool", murmelt er. Craig Robins macht nicht viele Worte. Aber jedes von ihnen hat Gewicht hier in der Placemaker Gallery im Design District von Miami. Der Mann ist ein stadtbekannter Kunstsammler. Und nicht nur das. "Er ist Mr. Design District", sagt Martin Oppel, einer der Gr?nder von Placemaker. Hier, zwischen der 36. und der 42. Stra?e Northeast, kennt ihn jeder. Denn der Kunstfreak, im Hauptberuf Bauunternehmer, ist ein Mann mit Visionen. Ohne ihn w?rde es den Design District nicht geben.
Noch Mitte der 90er Jahre galt Miamis neues Trendviertel n?rdlich von Downtown als eine Gegend, die man bei Dunkelheit besser nicht betritt. Leerstehende Lagerh?user, abgebl?tterte Fassaden, menschenleere Stra?en pr?gten das Bild. Craig Robins aber sah das Potenzial. Er begann systematisch, die heruntergekommenen Geb?ude aufzukaufen. Heute besitzt seine Firma Dacra mehr als die H?lfte des Viertels. Darunter architektonische Perlen wie das schneewei?e ehemalige Buena Vista Post Office oder das Moore Building mit seiher Fassade aus roten Ziegelsteinen. Robins lie? die Geb?ude aus den 20er und 30er Jahren fachgerecht restaurieren.
Hier haben sich Designb?ros und Galerien eingemietet, zum Beispiel der Moore Space, wo vor allem junge Talente vorgestellt werden. Im Buena Vista Building zeigt die Fotografin Iran Issa Kahn ihre Arbeiten. Gleich gegen?ber, im Melin Building, zeigt Robins in den R?umen seiner Firma Dacra die Neuerwerbungen der eigenen, prominent best?ckten Sammlung, darunter viele Deutsche wie Martin Kippenberger, Cosima von Bonin und Kai Althoff. "Kunst geh?rt nicht hinter verschlossene T?ren", findet Craig Robins. "Ich m?chte meine Sammlung mit m?glichst vielen Menschen teilen."
Abends ist das Viertel im Vergleich zum nahen South Beach noch relativ ruhig. Aber die ersten Au?enposten der Partyszene haben sich hier schon niedergelassen. Im Cafe 190 stellen junge K?nstler ihre Bilder aus, sams-tagabends wird unter dem Motto "Cuba Nocturna" mit reichlich Mojitos gefeiert. In der asiatisch gestalteten Outdoor-Lounge "Grass" dr?ngeln sich bis sp?t in der Nacht M?dchen in paillettenbestickten Kleidchen und Art Consultants. Ab Mitternacht werden die Tische wegger?umt, und alles tanzt zur Musik der t?glich wechselnden DJs. Einmal im Monat verwandelt sich das Viertel in eine riesige Kunstparty. Dann findet die Gallery Night statt, mit vielen Ver-nissagen und Tausenden von Besuchern, die mit einem Drink in der Hand von T?r zu T?r schlendern.
"Hier herrscht eine kreative Energie, wie ich sie in Los Angeles ver-misst habe", sagt der 27-J?hrige K?nstler Daniel Newman. Vom Erfolg seiner ersten Vernissage in der Placemaker Gallery war er so begeistert, dass er kurz darauf von Kalifornien in Miamis Design District ?bersiedelte. Das ist ganz im Sinne von Craig Robins, der auch Atelierr?ume f?r junge Talente zur Verf?gung stellt.
Der 42-J?hrige geh?rt auch zu jener Handvoll Sammler und Kunstexperten, die die erfolgreiche Kunstmesse Art Basel nach Miami exportierten. Die Art Basel Miami Beach begr?ndete Miamis neuen Ruf als Kunststadt. Obwohl sie im kommenden Dezember erst zum vierten Mal stattfindet, gilt sie als schillerndstes Event der internationalen Kunstszene. Sicherlich mit ein Grund daf?r, dass Miami vom Designmagazin "Wallpaper" Anfang dieses Jahres als "Best City" ausgezeichnet wurde.
Der Design District bildet das kreative Biotop, in dem sich alles sammelt, was Miami an Kunst und Design zu bieten hat. Ganz unamerikanisch l?sst sich die Gegend gut zu Fu? erkunden. Palmen wehen im Wind, experimentelle Galerien wechseln sich ab mit den Show-rooms etablierter Designer. Bei Fendi steht ein lilafarbener Krokosessel im Schaufenster, Via Solferino und Pol-trona Frau zeigen die Entw?rfe von der Mail?nder M?belmesse.
Raum f?r Kunstwerke ist hier selbst auf offener Stra?e. Biegt man am Ende der 40. Stra?e um die Ecke zur 1st Avenue, steht man vor der gigantischen Installation The Living Room. Zwei rot-wei?-tapezierte Wohnzimmerw?nde erheben sich in den blauen Himmel, davor steht ein riesiges rotes Sofa, flankiert von zwei Stehlampen, die abends angeknipst werden - persiflierte b?rgerliche Wohnidylle.
Von hier sind es nur ein paar Schritte ins Food Cafe, wo sich mittags die Szene zum Essen trifft. Die aus Venezuela stammende TV-K?chin Lorena Garcia er?ffnete das kleine Lokal vor drei Jahren. "Alle erkl?rten mich f?r verr?ckt, dass ich nicht nach South Beach gehe. Aber das ist mir zu kommerziell. Hier dagegen herrscht Aufbruchstimmung. Dieses Viertel explodiert im Moment. F?r mich ist der Design District das SoHo von Miami."